In der vergangenen Woche fanden die Drupal Business Days (https://www.drupalbusiness.org) in Frankfurt am Main statt. Neben dem Thema, was in aller Munde ist, Digitalisierung, ging es überwiegend darum, wie selbst ein Open Source System Banken, Kommunen und öffentlichen Einrichtungen helfen kann, den nächsten Schritt einzuleiten.

Vorweg wurde die Konferenz von Jam (https://www.acquia.com/de/about-us/team/jeffrey-jam-mcguire) eingeleitet, der so mit alle Projekte von Drupal in Deutschland kennt und diese auch voller Leidenschaft und Energie vertritt. Die Key-Aussage in dem 20 minütigen Vortrag war so ziemlich eine Zusammenfassung aus diversen Blog Beiträgen dieser Webseite.

Es ist egal, welches System das Unternehmen dabei unterstützt, digitaler zu werden. Es ist die Beratung und das Handwerk herum, welches den USP ergibt. Einen Unternehmer interessiert es nicht, wie das Produkt heißt, sondern was es bewirkt.

Nach einem langen Gespräch mit Jam habe ich folgendes Szenario für mich entdeckt.

Ein Handwerker wird bestellt, um das Haus neu zu verkabeln. Neue Netzwerktechnik, Stromkabel und idealerweise Smarthome. Es ist zu Beginn dem Kunden egal, mit welcher Bohrmaschine der Handwerker arbeitet, mit welcher Fräse er zugange ist und welche Komponenten er einsetzt. Das Ergebnis und die Usebility zählt. Im Nachgang allerdings wird man erkennen, das die guten Marken Bohrmaschine bei der Umsetzung ihren Job gut gemacht hat, genauso wie die Komponenten die Eingebaut wurden, lange halten und stabil laufen.

Genauso ist das mit der Digitalisierung. Drupal-Fans sollte aufhören, Drupal zu verkaufen. Sie sollten anfangen, Kunden bei der Digitalisierung zu beraten.

Drupal in der Öffentlichen Verwaltung?

Zwei Vorträge wurden über die Öffentliche Verwaltung gehalten. Sehr spannend, denn dieses Thema ist zumindest gefühlt ein Leid aller Bürger in Deutschland. Ob es um Bürgerbeteiligung geht, Antragsverfahren wie Personalausweis, Kindergeld oder alles andere… es ist ein Horror! Girokonten werden mittlerweile in 5 Minuten eröffnet – den Behindertenausweis zu beantragen dauert Monate und man weiss nie, in welchem Prozess er sich gerade befindet.

Somit wurde von einigen Unternehmen eine Distribution Namens „deGov für die öffentliche Verwaltung“ vorgestellt. Eine Distribution die auf die öffentliche Verwaltung angepasst entwickelt wurde und somit Abhilfe schaffen soll bei der großen Digitalisierung Herausforderung. Der Wunsch der Anbieter ist es, das Ministerien, Kommunen aber auch Landesdienstleister diese einsetzen um so den großen Sprung zu wagen. Themen, an denen Unternehmen wie azri (https://www.azri.de) oder init (https://www.init.de/de) schon lange arbeiten. Das diese Distribution nicht geeignet ist, lässt sich an einer Hand von Gründen abzählen. Aber die Idee und der Ansatz sind richtig. Und es tut gut zu bemerken, das weitere Unternehmen mittlerweile Unternehmen wir azri und init folgen und auf den Zug aufspringen.

Recht Interessant war auch der Vortrag vom Burda Verlag (https://www.burda.com/de/), welche auf Drupal die Distribution (https://thunder.org) Thunder präsentiert haben. Sie ist OpenSource und zeigt, das Drupal Enterprise ist. 52 Millionen USC pro Monat leisten dort die Webseiten wie Playboy.de, InStype oder Meinschoenergarten.de. Drupal ist kein WordPress, kein Typo und kein Joomla. Drupal ist ein CMS wie Sitecore und Coremedia. Das es OpenSource ist, ist ein Mehrwert und durch diese vielen Unternehmen, welche das CMS weiterentwickeln, keines Falls mehr hinter oder unter den kommerziellen System. Der Vergleich, bei Sitecore oder Adobi arbeiten 500 Entwickler an dem Core ist gut, aber bei Drupal sind es nun mal einige mehr. Was bedeutet, die Entwicklung (ähnlich wie bei der Digitalisierung) wird schneller und agiler sein. (http://www.drupalcores.com). Linux ist auch OpenSource…

Alles in allem war es eine spannende Konferenz. Ich freue mich, das wir auf dem richtigen Weg sind!

Angelo